„Palliativmedizin zwischen Chancen und Grenzen – eine Betrachtung ethischer und juristischer Aspekte“ so hieß der Titel der Seminarfacharbeit von Sue Huck, Lear Haase, Nele Anni Prüfer und Dorothee Juliane Amberg. Dr. med. Marion Brocke begleitete die Schülerinnen der Goetheschule aus Ilmenau, die in ihrer Arbeit der Frage nach einem würdigen Sterben in einer modernen Gesellschaft nachgingen. Auf Grundlage ihrer Recherche stellten sie verschiedene Thesen auf, etwa, dass eine medizinische Betreuung allein nicht ausreicht, um Menschen am Lebensende in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und dass eine psychosoziale Begleitung einen bedeutenden Einfluss auf das Wohlbefinden von Palliativpatienten hat. Ferner zeigen sie auf, dass es mit Blick auf Suizidhilfe einer klaren Rechtsprechung bedarf – auch um Unsicherheit hinsichtlich medizinischer Maßnahmen im Bereich der Medizin zu minimieren. Positiv bewerten sie die zunehmende gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod, die nach ihrer Einschätzung zu einer Weiterentwicklung der Palliativmedizin führt. Ende Januar fand die Verteidigung statt, die die Schülerinnen mit Bravour gemeistert haben.
